Instant Messaging – vom Chat für Jugendliche zur Unternehmenskommunikation

Chatten im Geschäftsleben? Ist das nicht etwas, womit sich allenfalls Jugendliche ihre Zeit vertreiben? Eine fast schon unseriöse, weil sehr formlose Art der Kommunikation? Passt das überhaupt zu einem vertrauenswürdigen, deutschen Unternehmen?

Die Skepsis gegenüber Instant Messaging ist hierzulande groß. Aber amerikanische Unternehmen machen es schon lange vor und auch deutsche Firmen sollten sich mit dieser Kommunikationsform auseinandersetzen. Denn erstens bietet Instant Messaging im

Geschäftsleben jede Menge deutlicher Vorteile. Und zweitens ist es ohnehin eine Frage der Zeit, wann sich Instant Messaging endgültig im Geschäftsleben etabliert.

Denn je mehr junge Menschen der Generation Y – geboren ab den 70er/80er Jahren des letzten Jahrhunderts und mit dieser neuen Technologie vertraut – den Weg als Mitarbeiter ins Unternehmen finden, desto sicherer ist der Einzug von Instant Messaging als eine ganz selbstverständliche Form der Kommunikation.

Die „sofortige Nachrichtenübermittlung“, was Instant Messaging auf Deutsch bedeutet, ermöglicht den Austausch von Kurznachrichten in Dialogform. Botschaften werden innerhalb von Sekundenbruchteilen, eben sofort, gesendet und empfangen. Ähnlich unmittelbar ist nur das Telefon.

Verglichen damit verfügt Instant Messaging allerdings über zwei große Vorteile. Erstens ist die Kommunikationskultur ist eine andere als am Telefon. Nachrichten werden stark verkürzt übermittelt; es gehört zum Chatten dazu, dass man sich möglichst knapp fasst. Ausschweifende und zeitintensive Gespräche, zu denen sich Telefonate entwickeln können, werden vermieden. Und zweitens können mehrere Personen gleichzeitig am Chat teilnehmen. Die herkömmliche Alternative, eine Telefonkonferenz, ist vergleichsweise teuer, erfordert eine entsprechende Infrastruktur und kann zudem wiederum in unnötig langen Gesprächen enden.

Außerdem können Dateien und Audio- und Videostreams auf unkomplizierte Weise übertragen werden. Beim Anhang an eine E-Mail bedeutet das immerhin mehrere Arbeitsschritte. Beim altmodischen Telefonat ist das unmöglich.

Ein weiterer Vorteil, den ausschließlich das Instant Messaging bietet, ist die Sichtbarkeit, bzw. das Anzeigen von Erreichbarkeit. Wer nicht zum Chat bereit ist, wird auch nicht angeschrieben und kann auf diese Weise ungestört arbeiten.

Den persönlichen Kontakt, der Vertrauen schafft, und auch das lange Telefonat oder die ausführliche Mail kann Instant Messaging selbstverständlich nicht ersetzen. Aber eine zusätzliche und sehr praktische Möglichkeit für eine unkomplizierte Kommunikation sein. Vor allem, wenn Standort übergreifend gearbeitet werden muss, ist eine deutliche Effizienzsteigerung aufgrund der Schnelligkeit messbar.

vor 2145 Tage von in Lync (VoIP) , UC-Grundlagen | Folge der Unterhaltung und abonniere den RSS-Feed.
Über den Autor

Hi, ich bin Link und Mitarbeiter bei nexweaver. Ich beantworte Ihnen hier Ihre Fragen rund um die Welt des Unified Communications & Collaboration. Meistens jedoch muss ich mich Bleeps Fragen & Wünschen stellen.

Kommentar schreiben